Wenn man eine Familie planen will, kann man die Beziehung erstmal drei Jahre testen, sich dann einen Ring an den Finger stecken lassen und ein schönes Heim mit Freunden und Familie in der Nähe finden, die Bock auf einen baldigen Schreihals haben und dann loslegen mit bumsen.

Man kann aber auch seinen sicheren Job in Deutschland kündigen und den Koffer packen, um zu seinem One-Night-Stand aus Bangkok, den man bis dato zehnmal gesehen hat nach London ins 6 Quadratmeter kleine Zimmer im Haus seiner Mutter ziehen, sich direkt ohne neuen Job und Planung schwängern lassen und im 9. Schwangerschaftsmonat in eine Wohnung ziehen, die man sich mit asiatischen Untermietern teilen muss, weil sie sonst zu teuer wäre, um dann nach der Geburt im Wochenbett bevor man nackt aufs Klo rennt, um seine Binde zu wechseln, checken muss, ob gerade jemand durch den Korridor läuft.

So oder so – ob bestens organisiert oder total chaotisch – nichts und niemand kann einen auf das Leben mit Kindern vorbereiten. Meine zwei Tiger sind die krasseste Herausforderung und größte Bereicherung meines Lebens. Ich könnte sie abwechselnd vor lauter Liebe auffressen oder fix und fertig an die Wand schmeißen. Ich mache natürlich keines von beiden und versuche stattdessen meine Gedanken, die von himmelhochjauchzend bis zu Tode getrübt (und das im Wechsel ca. 35 Mal am Tag) reichen in diesen  Geschichten auf diesem Blog zu verarbeiten.

Viel Spaß beim Lesen!